Eigentlich gibt es in der Vorrangfläche Windenergie eine Vielzahl von artenschutzrechtlichen Konflikten, die nicht nur insgesamt eine Zerstörung dieses Lebensraumes verbieten würden. Das gilt speziell für den streng geschützten Rotmilan, der nach vielen Beobachtungen und Belegen am Rande des Gebietes nistet und dort auch sein Beuterevier hat, vermutlich sogar mitten in der Feldmark ein Horst gebaut hatte. Das alles interessiert Investoren wie Planer nur wenig. Sie setzen darauf, dass man die vom Aussterben bedrohten Rotmilane motiviert, umzuziehen, im Fachjargon zu "vergrämen". Übrigens auch eine Antwort, die der potentielle Investor UKA auf die Frage gab, was man unternehmen wolle, wenn es in der Vorrangfläche nachweisbar Rotmilane gebe. Nicht von ungefähr halten Natur- und Vogelschützer deshalb die Horste, Nester und Rastplätze streng geschützter Arten geheim, denn allzu oft sind die bedrohten Tiere plötzlich nicht mehr vorhanden.

Für entsprechende Aufregung haben deshalb die jüngsten Vorkommnisse in der Feldmark östlich von Lüdersen gesorgt.

Dort wurden zum einen im Januar auf sehr rabiate Weise mit schwerem Gerät Büsche und Bäume am Feldrand niedergewalzt, so der Bericht eines Lüdersers:

Bei meinen Rundgängen im Feld habe ich die unglaublichen Bilder gesehen. Die ersten 4 sind entstanden an dem Weg, der von der Bahnbrücke Hüperder Weg links in Richtung Pattensen führt nach ca. 900 Metern. Vom verlängerten Thiefeldweg mit Blick auf den ehemaligen Burgteich sind die beiden anderen Bilder in  Richtung Hiddestorf entstanden.

Am Montag sind die Sträucher und Bäume mittels eines Treckers, am dem ein langer Ausleger vorn mit einer einer Trommel und Zähnen aus Eisen angebracht war, bearbeitet worden. Die Sträucher und Bäume sind buchstäblich zertrümmert worden. Wer zu dem Gerät gehört, wieß ich nicht. Bereits im Dezember sind an dem Weg unmittelbar unterhalb der Bahn und am verlängerten Thiefeldweg Strauchreihen gestutzt worden. Diese Hölzer wurden ordentlich mit der Säge bearbeitet.

Feldgehölze 001

Feldgehölze 003Feldgehölze 002

 Feldgehölze 004

 

 

 

 

Während für diese neuartige Pflegeaktion seitens des Realverbandes argumentiert wurde, dass man mit dem neuen Gerät Zeit und Aufwand spare und das Holz ja ohnehin nachwachse, gibt es für ein weiteres Vorkommnis bislang keine Erklärung:

Noch am 16. Januar stand mitten in der Feldmar eine große Weide. Drei Tage später ist die Weide spurlos verschwunden, der Acker frisch gepflügt und eingesät. Eigentlich ein nur bedingt bemerkenswerter Vorgang, schliesslich hatte der Baum mitten auf dem Acker bestimmt beim Bestellen der Fläche gestört. Seltsam ist bei diesem spurlosen Verschwinden eines Baumes allerdings, dass sich in eben diesem Baum nach Aussagen mehrerer Beobachter und auch Hinweisen auf Fotos der Horst eines Rotmilans befunden haben soll! Was natürlich jetzt sehr schwer nachzuweisen ist. Keine Weide, also auch kein Rotmilanhorst, kein Rotmilanhorst, ein Konflikt weniger mit dem Artenschutz auf dieser Fläche. Ob dem so ist? Wer weiss. Jedenfalls hat die Bürgeriniative die Polizei verständigt und Anzeige erstattet. Gesucht werden weitere Belege für die (ehemalige) Existenz des Rotmilanhorstes! Siehe auch den Artikel in der NDZ.

Rotmilanhorst 02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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