Zum zweiten Mal hat die Deutsche Flugsicherung sich gegen die Errichtung von Windenergieanlagen auf der Vorrangfläche zwischen Lüdersen, Hiddestorf und Pattensen ausgesprochen. Damit dürfen weitere sechs Riesenwindräder von jeweils 233 Metern Höhe nicht gebaut werden. So lautet der Ende Februar ergangene Bescheid der Region Hannover an die Antragstellerin UKA.

Bereits im Januar hatte die Region nach Veto der Flugsicherung die Genehmigung für sieben ebenfalls von UKA geplante Anlagen auf Pattenser Gebiet versagt. Jetzt wurde der Antrag für sechs Anlagen des Windparks „Pattensen -Südwest“ im Außenbereich von Springe ebenfalls abgelehnt. Hintergrund sind mögliche Störungen für das Drehfunkfeuer Sarstedt, in dessen Schutzbereich die Vorrangfläche liegt (§ 18 Luftverkehrsgesetz) und auch militärische, flugbetriebliche Gründe (§ 14 LuftVG) wegen einer Tiefflugzone für Militärhubschrauber und Rettungshubschrauber.
Mit dem Veto bestätigen sich Bedenken, die alle betroffenen Kommunen wie auch die Bürgerinitiative bereits bei der Aufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms RROP vorgebracht haben. Berechtigte Zweifel gibt es auch wegen sehr wahrscheinlicher Konflikte im Artenschutz, die bei der Aufstellung ebenfalls ignoriert wurden.
Das Nein der Flugsicherung hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die millionenschweren Windparkpläne der UKA, die vermutlich gegen das Verbot klagen wird. Damit könnte nach übereinstimmender Ansicht von Rechtsexperten auch die gesamte Vorrangfläche ihre Zweckbestimmung verlieren. Absicht des Raumordnungsplanes ist es ja, mit der Festlegung von Vorrangflächen Windenergie den Bau neuer Anlagen auf diese Flächen zu begrenzen und andere Flächen auszuschließen. Mit dem Nein der Flugsicherung ist genau das ausgeschlossen, die Vorrangfläche kann in der aktuellen Fassung nicht Bestandteil des RROP bleiben.
Nach Auffassung der Bürgerinitiative Gegenwind Lüdersen müssen daher alle Aktivitäten der Stadt Springe im Zusammenhang mit der beabsichtigten Änderung des Flächennutzungsplanes unterbleiben. „Erst wenn eventuelle Klagen der Firma UKA gegen die Ablehnung ihrer Bauanträge entschieden sind und das RROP mit oder ohne die Vorrangfläche genehmigt ist, darf die Stadt weitere Schritte überlegen. Besonders bedenklich ist, dass die Stadt selbst nach Ansicht ihres eigenen Anwalts bei der Änderung des Flächennutzungsplanes eine geeignete Ersatzfläche für das umstrittene Vorranggebiet ausweisen müsste. Auf die Vorschläge des Bürgermeisters wären wir sehr gespannt“, so Michael Buckup, 2. Vorsitzender von Gegenwind Lüdersen.

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