In Barsinghausen hat der Verwaltungsausschuss in dieser Woche beschlossen, ein Normenkontrollverfahren gegen die dortige Vorrangfläche einzuleiten. Auch in Wennigsen wird überlegt, gerichtlich gegen die Pläne der Region vorzugehen. Beide Kommunen haben mit Entsetzen festgestellt, was es bedeutet, wenn die Landschaft mit 240 Meter hohen Riesenwindrädern zugestellt wird. Und sie haben offenbar schneller erkannt, welches die geeigneten Rechtsmittel gegen die Vorrangfläche sind! Zwar gibt es in Springe den eindeutigen Ratsbeschluss, dass die Ausweisung der Vorrangfläche verhindert werden muss. Allerdings ist man im Rathaus immer noch der Meinung, das ginge ganz einfach mit einer Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes. Eine Meinung, mit der man ein großartiges Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann. Wenn es ganz ungünstig läuft, kann Springe dann beanspruchen, mit rund 20 Anlagen die meisten Rekordwindräder der Republik zu beheimaten, während man am Deister nach einem erfolgreichen Normenkontrollverfahren weiterhin freie Sicht hat. Vielleicht sollte man sich mal bei den Nachbarn rechtlich kompetenten Rat holen.

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