Erfolg für die Gegner neuer Windenergieanlagen nicht nur in Lüdersen! Am Dienstag hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) sämtliche Vorrangflächen für Windenergie im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) wegen diverser Planungsfehler für unwirksam erklärt. Zu dieser Entscheidung, gegen die es keine Revision gibt, kam das OVG bei der zusammengefassten Behandlung von vier Anträgen auf Normenkontrolle. Der Springer Antrag, auf Beschluss des Stadtrates gestellt, musste dafür gar nicht mehr separat behandelt werden. Bei diesem zur Verfahrensvereinfachung gewählten Weg monierten die Richter zu wenig differenzierte Ausschlusskriterien und fehlerhafte Abstandkriterien, ebenso auch die in weiten Bereichen Konflikte mit der zivilen Flugsicherheit. Ein zentrales Argument neben Fehlern bei Ausschlusskriterien, die auch für das Normenkontrollverfahren gegen die Fläche zwischen Lüdersen, Pattensen und Hiddestorf zutrafen. 

 

Mit dem Aus für die Vorrangfläche vor dem Bergdorf sind damit sämtliche Bauvorhaben für Riesenwindmühlen dort vorerst gestorben. Da die Stadt Springe einen noch geltenden Flächennutzungsplan hat, der eine andere Fläche als Vorrangfläche ausweist, wird es vor Lüdersen keine neuen Windanlagen geben. Weil die Fläche oberndrein noch im Schutzbereich der zivilen Flugsicherung und dem Hubschraubertiefflugkorridor der Bundeswehr liegt, würden sämtliche neuen Baunträge ebenso abgelehnt. Mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts hat die Stadt nun die Möglichkeit, im laufenden Verfahren für den neuen Flächennutzungsplan den Bau von Windenergieanlagen auszuschliessen, weil die Vorgaben des RROP nicht mehr gelten. Aiuch wenn der Bürgemeister das mal wieder völlig anders sieht: Die Beharrlichkeit von Gegenwind Lüdersen und der Beschluss des Stadtrates, am Normenkontrollverfahren festzuhalten, haben zu diesem Erfolg geführt!