Einwendungen

Vor unseren Türen zwischen den Orten Lüdersen, Hiddestorf, Pattensen, Hüpede und Bennigsen soll das größte Gebiet für industrielle Windkraftanlagen in der Region Hannover entstehen. Die im RROP 2016 ausgewiesene Vorrangfläche für Windenergienutzung ist 408 ha groß. Auf dieser Fläche könnten über 20 neue Windenergieanlagen gebaut werden. Diese größte Fläche in der gesamten Region ist nicht nur im Eiltempo und nachträglich aufgrund der RotmilanForderung der Grundeigentümer von der Region Hannover in das RROP aufgenommen und unbeeindruckt von Hnderten von Einwendungen durchgepeitscht worden. Es gibt auch eine Vielzah von Bedenken, Konflikten und Tatsachen, warum dieses Gebiet nicht mit den Monstermühlen verschandelt werden darf. Es leiden darunter die Menschen, das einmalige Landschaftsbild und die Naturräume, aber ebenso Pflanzen und Tiere, insbesondere seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie der Rotmilan oder Zuvögel, die genau diesen Korridor zwischen den Bergen des Deisters auf ihren  Wegen nach Norden oder Süden durchfliegen und auf den freien Flächen Rast machen.

Danke für die vielen Stellungnahmen, die Sie alle geschrieben und an die Region geschickt haben.

Jetzt ist die Antwort da!

Abwägungsvorschläge zum zweiten (wiederholten) Beteiligungsverfahren und alle weiteren von der Region veröffentlichten Unterlagen finden Sie hier:

http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Planen,-Bauen,-Wohnen/Raumordnung-Regionalentwicklung/Regionales-Raumordnungsprogramm-RROP/Neuaufstellung-Regionales-Raumordnungsprogramm-2016-Entwurf/Unterlagen-zu-den-Beteiligungsverfahren

Und hier die Abwägungsvorschläge als Entscheidungsgrundlage für die  Abgeordneten.

Langfassung

Kurzfassung

Suchen Sie Ihre Stellungnahme und lesen Sie, wie die Region damit umgeht.

Die Ausweisung der Vorrangfläche für Windenergie zwischen Hemmingen/Pattensen/Lüdersen ist aus formaler Sicht fehlerhaft und aus politischer Sicht höchst fragwürdig.
Mit der erst nachträglich aufgenommenen Fläche nach dem Beteiligungsverfahren für den Entwurf des RROP 2015 hat die Region gegen die gebotene Sorgfaltspflicht und Abwägungsverfahren verstoßen. Nach den notwendigen Änderungen wegen fehlerhafter Ausweisungen im Entwurf von 2015 wurde die von mir beanstandete Fläche nicht nachvollziehbar einzig auf der Grundlage der Karte mit Potenzialflächen festgelegt. Nicht einmal mögliche Konflikte mit den RROP-Themen Naherholung oder Infrastrukturtrassen wurden überprüft, sonst hätte jemandem auffallen müssen, dass die Fahrrad-Regionsroute 1 und der Anschluss an den Deisterkreisel direkt durch die Vorrangfläche führen.

Erschreckend bei der Aufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms war nicht nur die Eile, mit der die Region die Beteiligung von Bürgern und betroffenen Kommunen durchpeitschte wie auch das Abbügeln aller fundierten Einwendungen mit Textbausteinen oder der einfachen Phrase: "Wird nicht gefolgt" egal was es auch immer war. Ebenso erschreckend war und ist auch, dass nicht einmal die Bedenken und kritischen Anmerkungen der eigenen Fachleute in irgendeiner Form berücksichtigt wurden. Schon da liess sich ersehen, dass es nur darum ging, die Fläche auszuweisen, komme was da wolle. Das zeigen die vielen Bedenken in der Einzelfallprüfung (ab S.87)

Eine mögliche Auswirkung der WEA Immissionen auf die Bewohner bzw. Patienten der Einrichtungen für Behinderte wurde nicht untersucht.
Lüdersen hat mit der Einrichtung der Diakonie Himmelsthür und der Wohneinrichtung für Autisten der Hannoverschen Werkstätten zwei wichtige Arbeitgeber im Ort. Auswirkungen von Immissionen durch WEA wären nach Auffassung von medizinischen Fachgremien und auf Immissionsschutz spezialisierten Ärzten für Menschen mit neurologischen oder psychischen Erkrankungen bzw. Empfindlichkeiten besonders zu beachten und lassen größere Abstände zu WEA zwingend geboten erscheinen. Das Deutsche Ärzteforum für Emissionsschutz hält nach Bewertung wesentlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse einen Mindestabstand von 2000 Metern für erforderlich. Die Werkstätten und Tagesschulungsräume der Diakonie liegen gerade in dem von der Region willkürlich festgelegten Mindestabstand von 800 Metern. Die Errichtung eines Windparks in unmittelbarer Nähe der Behinderteneinrichtung würde entweder schwerwiegende gesundheitliche Risiken für die Bewohner bzw. Patienten bedeuten oder zur Schließung des Standortes und damit zum Wegfall des größten Arbeitgebers vor Ort führen.

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