Gesundheitliche Risiken durch die Riesenwindräder wurden schlichtweg ignoriert! Dabei gibt es überhaupt keine Erkenntnisse über Schallemissionen und Schallausbreitung derartig großer Anlagen! Bei der Ausweisung der Vorrangfläche wurden die möglichen Gesundheitsrisiken durch Infraschall nicht berücksichtigt. In den letzten Jahren hat es vermehrt Studien und Untersuchungen gegeben, die eine Auswirkung auf Menschen und Tiere für eher wahrscheinlich halten. Im Sinne des Vorsorgeprinzips sollte daher von der Ausweisung neuer Vorrangfläche in Nähe von Wohnorten abgesehen werden, solange es berechtigte Zweifel an der Unbedenklichkeit der Schallemissionen der WEA gibt.
Die Vorrangfläche liegt zu dicht an der Wohnbebauung und den Einrichtungen für Behinderte. Die von der Region vorgesehenen willkürlichen Abstände von lediglich 800 m unterschreiten die entsprechenden ärztlichen Empfehlungen um ein Vielfaches. Die für die Genehmigung von Windkraftanlagen zur Anwendung kommenden Technischen Anweisungen bezüglich des Lärmschutzes (TA‐Lärm) sind aus dem Arbeitsschutz entstanden, erfassen die Gesundheitsgefährdungen nur im hörbaren Frequenzbereich, nicht aber den Infraschall, und entsprechen damit nicht mehr dem Stand der Technik einerseits und der Medizin andererseits. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die WEA uns in Lüdersen gesundheitlich beeinträchtigen. Der Schutz der Menschen vor möglichen Risiken hat deshalb eindeutig Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen.

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